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Jedes Kind kann es! – und Sie können das auch!

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NEIN!!!

Ein Wort, das im deutschen Sprachgebrauch allzu fremd erscheint.

Zurück von gefühlt wochenlangen Trainings rund um Automotive Methoden, kann ich eines zusammenfassen.

Wir brauchen mehr Kommunikation!

Wie das Kind, das so nachdringlich NEIN sagt – und das mit einer Selbstverständlichkeit und Beharrlichkeit – als könne es nichts anderes. Die Eltern unter uns wissen, es gibt Zeiten da trifft das zu 100% auch zu.

Doch wieso ist das so?

Ein Kind kennt nur seinen Horizont und lebt völlig in seiner Welt. Wenn Sie ein Kind beim Spiel beobachten, wird genau das sehr deutlich. Es vergisst alles um sich herum.

Und ist im Gegenteil sogar noch erboßt, ob der unverschämten Frage doch endlich mal zu Tisch zu kommen.

Wie ist das so bei Ihnen?

Versuchen wir uns das anhand o.g. Trainings kurz vorzustellen.

Sie spielen – soll heißen, Sie versuchen sich als Beispiel in der Bemusterung und Freigabe einer neuen Komponente bei Ihrem Kunden.

Sie versuchen also in Ihrer kleinen heilen Welt Ihre Kunden (Eltern) glücklich zu machen.

Nun kommt aber dieser Kunde um die Ecke und möchte auf einmal alles anders haben. Anders als vereinbart. Noch dazu kurz bevor Sie mit dem aktuellen Thema fertig sind. – ganz schön doof!

Doch anstatt Nein zu sagen, tun Sie folgendes.

Sie lächeln und nicken.

Tja …

Um nun den Bogen zu spannen. Sie und Ihr Kunde tun eines NICHT in ausreichendem Maße. Kommunizieren!

Hatte ich erwähnt, dass es genau um dieses Kernthema in meinen letzten Seminaren ging, obwohl es nicht darum ging?

Die Seminare der letzten Wochen drehten sich allesamt um Themen wie APQP (Advanced Product Quality Planning), PPAP (Production Part Approval Process), rund um alle gängigen Automotiven Methoden für interne Auditoren und tatsächlich auch einmal rein zum Thema Kommunikation.

Und bei wirklich JEDEM Seminar kamen die Teilnehmer nach maximal der Hälfte des ersten Tages zu einer fundamentalen, ja nahezu revolutionären Erkenntniss!

Sie werden es nicht erraten!

„Ich glaube wir sprechen zu wenig mit unserem Kunden und auch miteinander …!“O-Ton Teilnehmer

Ein Beispiel. Nach einem intensiven Vormittag mit viel Druckbetankung rund um die erforderlichen Inhalte einer guten Bemusterung – und der unendlichen Wiederholung wie wichtig es ist, alle Inhalte mit dem Kunden abzustimmen – werden die Teilnehmer kurz nach der Mittagspause in eine umfangreiche Gruppenübung gescheucht.

Diese Übung hat zwei Ziele, nein eigentlich drei Ziele.

Ziel 1: Überbrückung des Suppenkomas und der schleichend einsetzenden Lethargie nach einem ausgiebigen Kantinenbesuch

Ziel 2: Vertiefung der Lerninhalte aus der „Druckbetankungsphase“

Ziel 3: Was war das noch gleich … richtig! Kommunikation!

Gemeinerweise wurde gerade dieser dritte Punkt in der Aufgabenbeschreibung nicht explizit erwähnt, sondern nur in o.g. „Druckbetankungsphase“ gebetsmühlenartig ca. 999 mal betont.

Kommen wir zur Aufgabenstellung:

Bemustern Sie Produkt x nach Verfahren PPAP/PPF (Definition je Gruppe durch Trainer) an den Kunden (Trainer)

Es kommt also wie es kommen muß und das Schicksal nimmt seinen Lauf.

In meiner Funktion als Trainer – und während der Übung als Kunde – schleiche ich zwischen meinen Lieferanten hin und her und frage erneut.

„Lieferant! Alles klar? … Lieferant, mach‘ mich glücklich“ – gefolgt von Nicken und Schweigen.

Und glauben Sie mir … ich habe wirklich oft gefragt.

Nach eineinhalb Stunden intensiver Gruppenarbeiten haben wir nur wirklich eines NICHT getan. Uns ausgetauscht.

Wir haben nicht kommuniziert.

Natürlich kommt die Ernüchterung bei der Vorstellung der Einzelergebnisse. Und natürlich fällt es allen Teilnehmern wie Schuppen von den Augen.

Um es vorweg zu nehmen. Die Einzelergebnisse sind erfahrungsgemäß nie schlecht, oder im Ernstfall nicht ausreichend für einen ersten Versuch.

Sie sind nur eines nicht. Abgestimmt mit dem Kunden.

Was bedeutet das für den Kunden?

Der Kunde erhält eine – in diesem Fall – nicht passende, oder gewünschte Lösung und ist im günstigen Fall nicht zufrieden.

Wobei auch dieser Fall alles andere als günstig ist, aber dazu kommen wir noch.

Was bedeutet das für den Lieferanten?

Der Lieferant erhält ein Schreiben seitens des Kunden. In diesem Schreiben steht „Lieferant! Ich bin nicht glücklich!“

Was bei Monopolie soviel heißt wie zurück auf Los. Das Gefängnis ersparen wir uns hier zumindest.

Und so wirklich günstig ist das auch nicht.

Customer Satisfaction sieht anders aus.

Ich weiß, dass Sie eine ähnlich blühende – und mit Erfahrung gespickte – Phantasie haben, wie ich. Was letztendlich nun alles dahinter steckt, können Sie sich ganz sicher ausmalen.

Fassen wir zusammen.

So komisch es auch klingt, reden hilft.

Ich stelle immer öfter fest, dass der Drang nach Weiterbildung weniger der Tatsache geschuldet ist, nicht alles zum jeweiligen Thema zu wissen.

Noch gilt es in den wenigsten Fällen bei den Basics zu beginnnen.

Es dreht sich vielmehr darum, einen Weg zur Selbsterkenntnis zu finden. Selbsterkenntnis die eigene Kommunikationsstruktur zu erkennen und sowohl intern und auch nach extern selbige zu etablieren.

Dabei ist es im Grunde so einfach.

Reden hilft.

 

Let’s try

 

Grundlagen der Kommunikation – „Sicheres Auftreten bei völliger Ahnungslosigkeit“, Wege zur Selbstsicherheit

SEMINARINHALTE:
-Den Kommunikationsstil meines Gesprächspartners erkennen
-Persönlichkeitsstrukturen nach DISC und deren Kommunikationsstil
-Aufbau der Beziehungsebene
-Ich – Botschaften
-„Sicheres Auftreten bei völliger Ahnungslosigkeit“ – Wege zur Selbstsicherheit
-Erfolgreiches Kommunizieren

SEMINARZIELE:
Indem wir uns der eigenen Kommunikation und der des Gesprächspartners bewußt werden, finden wir Wege zur Erreichung der eigenen Ziele.

Mehr auf Anfrage unter cq-concept.de

2 Comments

  1. Hello! Cool post, amazing!!!

    • Thank you so much

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